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Mobbing am Arbeitsplatz in Berlin: So können Sie sich wehren
Berliner Arbeitnehmerberatung bei Mobbing am Arbeitsplatz
Sich gegen Mobber zu wehren, erscheint zunächst schwieriger als es letztendlich ist. Mobbing ist in der Tat schwer zu beweisen, aber genau deshalb akzeptieren Gerichte eine akribische Dokumentation der Vorfälle als Beweismittel. Gleich zu Beginn des Mobbings sollte ein Gespräch mit dem Täter gesucht werden, indem er direkt auf sein Verhalten angesprochen wird. Bei Bedarf ist es sinnvoll, Vorgesetzte einzubeziehen. Holen Sie sich schnell umfassende Unterstützung von den Kollegen, dem Betriebsrat oder Vertrauenspersonen, indem Sie sie über die Vorfälle informieren. Wenn diese ersten Maßnahmen nicht die erwünschte Wirkung erzielen, müssen rechtliche Schritte geprüft werden. Dafür empfiehlt sich eine rechtliche Beratung bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht, zum Beispiel von der ArbeitnehmerHilfe e.V. Berlin. Auf jeden Fall müssen Sie alles tun, um Ihre psychische Gesundheit zu schützen. Dazu gehören neben den genannten Maßnahmen auch Stressbewältigung, Selbstfürsorge und gegebenenfalls die Inanspruchnahme professioneller Hilfe.
Dokumentation der Mobbing-Vorfälle
Warum ist es so wichtig, die Mobbing-Vorfälle akribisch zu dokumentieren? Es ist in der Tat unumgänglich, alle Vorfälle mit Datum, Uhrzeit und Details schriftlich festzuhalten, weil ein Mobbingtagebuch vor Gericht wie ein Beweis behandelt wird. Notieren Sie deshalb jedes Mobbing-Ereignis genau in einem Tagebuch. Notieren Sie auch Ort und Zeit der Mobbing-Ereignisse und machen Sie möglichst genaue Angaben zur Situation. Falls sich Zeugen äußern, sichern Sie unbedingt deren Aussagen, denn diese werden später ebenfalls benötigt. Auch echte Beweise wie E-Mails oder Chatverläufe sollten Sie als Beweismittel sichern und aufbewahren. Dokumentieren Sie auch die Folgen das Mobbings und beschreiben Sie die Auswirkungen auf Arbeitsleistung und Psyche.
Gespräch suchen
Bevor das Mobbing die übliche Eigendynamik entwickelt, können Sie versuchen den Täter direkt anzusprechen oder Vorgesetzte einzubeziehen. Eine direkte Ansprache, also der Versuch ein klärendes Gespräch mit dem Mobber zu führen, ist besonders im Anfangsstadium sinnvoll. Dabei gilt es sachlich zu bleiben sowie ruhig und objektiv zu argumentieren. Falls Sie sich das nicht zutrauen, können Sie auch einen Vorgesetzten oder eine neutrale Person hinzuziehen. Falls die mündlichen Gespräche nichts bringen, können Sie eine schriftliche Beschwerde einreichen oder eine Vermittlung durch neutrale Dritte, Mediator, versuchen.
Unterstützung holen
Bei Mobbing sollten Sie immer so schnell wie möglich unbeteiligte Kollegen, wenn vorhanden, den Betriebsrat oder Vertrauensperson informieren. Sprechen Sie mit vertrauenswürdigen Kollegen, fordern Sie von Ihrem Betriebsrat Unterstützung ein. Gewerkschaftsmitglieder bekommen dort Beratung und rechtliche Hilfe. Der Betriebsarzt hilft dabei, die gesundheitlichen Folgen zu dokumentieren und Schäden abzuwenden. Für professionelle Mobbingberatungen gibt es verschiedene externe Stellen.
Rechtliche Schritte prüfen
Für eine arbeitsrechtliche Beratung sollten Sie einen Fachanwalt für Arbeitsrecht konsultieren. Dafür können Sie gerne die Unterstützung der Berliner ArbeitnehmerHilfe e.V. nutzen. Bei uns können Sie sich über mögliche arbeitsrechtliche Schritte informieren. Unsere Anwälte geben ihnen eine auf das Thema Mobbing spezialisierte Beratung. Falls nötig, leiten wir rechtliche Schritte gegen den Arbeitgeber oder die Mobber ein. Dazu bereiten wir eine Klage vor dem Berliner Arbeitsgericht vor. Dort kann man in bestimmten Fällen auch auf Schadensersatz klagen und eine Entschädigung fordern. Falls es im Zusammenhang mit dem Mobbing zu Verstößen gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz gekommen ist und Diskriminierung vorliegt, kann dies für eine weitere Klage genutzt werden.
Psychische Gesundheit schützen
Doch was können Sie selbst noch tun, um die schwierige Situation durchzustehen? Bei Mobbing bedarf es Methoden zur Stressbewältigung, aktiver Selbstfürsorge und unter Umständen auch der Bereitschaft, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Um übermäßigen Stress auszugleichen, haben sich Entspannungstechniken und Sport bewährt. Das entspannt nicht nur, sondern stärkt das Selbstbewusstsein und die eigene Resilienz. Vielen fällt es leider schwer, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, obwohl diese in vielen Fällen nachhaltig hilft. Beziehen Sie schließlich auch Ihr soziales Umfeld mit ein und suchen Sie die Unterstützung von Familie und Freunden. Als letzte Option können Sie auch erwägen, den Arbeitsplatz zu wechseln und alternative Karriereschritte zu prüfen.
Kurze Frage - Schnelle Antwort
Wie kann man sich gegen Mobbing am Arbeitsplatz wehren? - Man wehrt sich, indem man sich an die Betriebsleitung oder deren Beauftragte wendet. Wenn das nicht hilft, kann man auf dem Arbeitsgericht eine Klage einreichen.
Wie lange kann man sich wegen Mobbing krankschreiben lassen? Wie lange kann ein Hausarzt auf Psyche krankschreiben? - Über die Dauer der Arbeitsunfähigkeit entscheidet allein der die Bescheinigung ausstellende Arzt. Allerdings sollte immer berücksichtigt werden, dass die Krankschreibung die Probleme nicht löst.
Wie beweist man Mobbing am Arbeitsplatz? - Um Mobbing zu beweisen, erwarten die Arbeitsgerichte eine Dokumentation der Vorfälle. Dafür sollte ein sogenanntes Mobbing-Tagebuch geführt werden.
Was muss der Arbeitgeber bei Mobbing tun? - Der Arbeitgeber ist verpflichtet, seiner Fürsorgepflicht Genüge zu tun. Er muss ein Gespräch mit den Beteiligten suchen und Zeugen befragen, Informationen und Beweise sammeln sowie die Situation analysieren und das Opfer schützen.
Welche Krankheiten entstehen durch Mobbing? - Durch Mobbing können unter anderem folgende Erkrankungen ausgelöst werden: Adipositas, Angststörungen, Burnout, Depressionen, Essstörungen und Zwangsstörungen.
Ist Schikane am Arbeitsplatz strafbar? - Nein, in Deutschland ist Mobbing am Arbeitsplatz in einem gesetzlichen Rahmen nicht strafbar, wie es in vielen Ländern der EU üblich ist. Strafbar sind jedoch die meisten Einzelhandlungen, die zum Komplex Mobbing gehören.
Wie stellt man Mobber bloß? - Zur Rede stellen, versöhnlich bleiben, Verbündete suchen, Vorgesetzte informieren.
Welche Formen von Mobbing gibt es? - Man unterscheidet zwischen körperlichen, verbalen, nonverbalen, sexuellen, sozialen und Cyber-Mobbing.
Was sind die vier Kennzeichen von Mobbing? - 1. schwere Beleidigungen, 2. physische Angriffe, 3. soziale Ausgrenzung, 4. sexualisierte Gewalt.
Wenn Sie gemobbt werden oder Fragen zu einem arbeitsrechtlichen Thema haben, rufen Sie uns gerne an. Die Fachanwälte für Arbeitsrecht der ArbeitnehmerHilfe e.V. Berlin erreichen Sie von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr unter der Rufnummer 030-610828040.
ArbeitnehmerHilfe e.V. Berlin: Kompetente, zuverlässige und unkomplizierte Beratung durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht!
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